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Über die Wasserwege

Geschichte von Breslau im Anblick

Breslau und die Oder

Bemerkenswerte Brücken

 

Geschichte von Breslau im Anblick

Der Ursprung von Breslau ist nicht genau bekannt. Möglicherweise gab es hier schon zu römischer Zeit eine Kolonie. Erster dokumentarischer Beleg ist eine Aufzeichnung aus dem 9. Jahrhundert über eine slawische Marktstadt namens Wortizlawa auf einer großen Insel, bei der drei Nebenflüsse in die Oder münden. Im Jahre 1000 wurde dieser Ort als Ostrow Tumski (Dominsel) bekannt, als Boleslaw der Tapfere hier ein Bistum gründete.

Deutsche Absichten an Wrotizlawa wurden 1109 erkennbar, als Kaiser Heinrich V. ein Heer gegen Boleslaw Schiefmund schickte. Das deutsche Heer unterlag und das Schlachtfeld wurde als Hundsfeld bekannt. Im Jahr 1138, nach Boleslaws Tod, siedelten wenig später deutsche Siedler am Südufer des Flusses. Dort erbauten sie eine neue Stadt, die 1259 zur Hauptstadt des unabhängigen Herzogtums Schlesien aufstieg.
 

Der Name Breslau (in älteren deutschen Dokumenten "Presslau") wurde gleichzeitig mit dem lateinischen Namen, Vratislavia, benutzt. Vratislavia bezieht sich auf den böhmischen Herrscher Vratislav.

Breslau und Schlesien, 98 n. Chr. von Tacitus und ca. 150 n. Chr. von Ptolemäus in Magna Germania beschrieben, kam während der Ausbreitung der Slawen unter das Großmährische Reich. Während der Mongolenangriffe wurde der Ort 1241 zerstört. Das wiederhergestellte Breslau erhielt dann 1262 das Magdeburger Recht. 1335 wurde Breslau und das restliche Herzogtum Böhmen angeschlossen. 1526 wurde die Macht über Schlesien durch die Habsburger übernommen. Nach dem Schlesischer Krieg im 18. Jahrhundert wurde Breslau und der größte Teil Schlesiens unter preußische Herrschaft gefallen. Die Stadt bleib meistens deutsch bis Ende des zweiten Weltkriegs. Während des zweiten Weltkriegs wurde Breslau von Hitler als Festung ausgerufen.

Im Jahr 1945, nach der Veranlassung der Evakuierung der Zivilbevölkerung von Breslau und Umschließung der Stadt durch russische Truppen, wurde die Kapitulation der Festung Breslau unterschrieben. Im Zeitraum von 1945 bis 1949 müssten etwa 2 Millionen Deutschen gemäß dem Potsdamer Abkommen umsiedeln. Viele Polen mussten aus Zentralpolen und den ehemaligen Ostgebieten in die neuen Gebiete Polens übersiedeln.

Heute ist Breslau die Hauptstadt von Niederschlesien und hat fast 700.000 Einwohner und eine Fläche von 293 km2.
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